Interaktives Kinoerlebnis
CinemAR
Ein Kinobesuch soll Menschen aus ihrem Alltag entführen und sie für einige Stunden in eine andere Welt eintauchen lassen. Doch oft erschweren Orientierungsschwierigkeiten, lange Wartezeiten und eine wenig stimmungsvolle Atmosphäre den Weg dorthin. Hier setzt dieses Projekt an: Für ein Kino wurde ein klassisches Leitsystem konzipiert, welches durch innovative Technologien erweitert wird und den Kinobesuch immersiv gestaltet.
CinemAR im Fokus
Eine detaillierte Analyse der User Journey zeigte verschiedene Probleme: Besucher finden sich schwer zurecht, Filminformationen sind unübersichtlich, die Lichtverhältnisse unangenehm und das Filmgefühl setzt erst im Saal ein. CinemAR sollte diese Punkte gezielt verbessern. Kernstück des Projekts ist ein interaktives Leitsystem, das klassische Elemente wie Bodenmarkierungen, farbcodierte Snackverpackungen und beleuchtete Schilder enthält.
Besucher:innen, die noch mehr vom Kinobesuch möchten, können mithilfe von Augmented Reality schon vor dem Kinobesuch in die spezifische Filmwelt eintauchen. Am Beispiel des Films “Harry Potter und der Stein der Weisen” wurde dies grafisch dargestellt. Charaktere aus dem Film weisen den Weg, digitale Countdown-Anzeigen geben Orientierung, und visuelle Effekte lassen das Kino langsam in die Welt des Films übergehen. Für hörbeeinträchtigte Besucher werden Untertitel direkt in der Brille eingeblendet, um ein barrierefreies Erlebnis zu ermöglichen.
Durch diese Kombination aus pragmatischer Orientierung und atmosphärischer Gestaltung entsteht ein Kinoerlebnis, das bereits vor Filmbeginn beginnt. Besucher tauchen schrittweise in die Welt ihres Films ein und erleben das Kino als Teil der Geschichte. Das Projekt zeigt, wie Design, Technologie und Nutzerfokus den Kinobesuch neu definieren können – und verwandelt ihn in ein ganzheitliches, immersives Erlebnis.
3D Modellierung und Icongestaltung
Mein Beitrag zum Projekt umfasste die visuelle und konzeptionelle Gestaltung. Dabei lag der Fokus auf einer klaren, barrierefreien Gestaltung, die sowohl funktional als auch ästhetisch zum immersiven Erlebnis beiträgt.
Neben der konzeptionellen Arbeit, war ich an der Umsetzung der Präsentation beteiligt. Um eine realistische Grundlage für das Leitsystem und die AR-Integration zu schaffen, baute ich ein vereinfachte Modell des Kinos. Dieses ermöglichte präzise Planung von Laufwegen, Beleuchtungskonzepten und der Platzierung von Orientierungselementen und war die Basis für die visuelle Präsentation.