Embodied Design | Körperliches Erleben | Positive Lernerlebnisse

Formula Dance

Briefing

Entwicklung eines positiven Lernerlebnisses zum besseren Verständnis abstrakter MINT-Themen durch das Embodied Design.

Idee

Ein interaktives Lernspiel verbindet Bewegung, Musik und digitale Interaktion. Durch Tanzbewegungen werden abstrakte biologische Prozesse metaphorisch dargestellt und erfahrbar gemacht.

Projekttyp

Interaktives Lernmedium | Designforschung

Tools

Procreate | Adobe After Effects | Adobe Photoshop

Was wäre, wenn Lernen nicht nur Kopfsache wäre, sondern den ganzen Körper einbezieht? In einer Welt, in der das Interesse an MINT-Fächern immer weiter abnimmt, werden neue Ansätze benötigt, um bestimmte Themen für junge Menschen ansprechend zu gestalten. Durch Kreativität und Bewegung sollen Lerninhalte deshalb erlebbar werden.

Formula Dance im Fokus

Ziel dieses Projektes war es nicht nur ein positives Lernerlebnis zu schaffen, sondern durch Tanzbewegungen ein tieferes Verständnis für abstrakte Themen zu fördern. Mithilfe des Embodied Designs wurde ein Lernmedium entwickelt, um das Interesse von Schüler:innen im Alter von 10 bis 15 Jahren an MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu fördern.

Das Konzept der Anwendung basiert auf der Software NagualDance, in welcher durch Bewegungen Musik komponiert werden kann. In der Erweiterung der Software sollen Schüler:innen, ähnlich zu Videospielen wie Just Dance, durch Tanzbewegungen das Interface steuern und so MINT-Themen erleben.

Anhand des biologischen Stoffwechsel wurde in diesem Projekt eine Lösung konzipiert, um das Thema zu verstehen. Dafür sollen die Schüler:innen verschiedene Stationen im Körper durchleben. Als Kohlenhydrat (Rennauto), Protein (Motorrad) und Fett (VW-Bus) können sie die verschiedenen Eigenschaften der Nährstoffe erlernen und interaktiv ausprobieren. Nachdem ein Konzept für das Lernspiel entwickelt wurde, wurde dieses zunächst skizzenhaft umgesetzt. Dabei wurde zum einen die grafische Darstellung entwickelt sowie die spezifischen Bewegungen an die Nährstoffe angepasst. Fette bewegen sich im Tanz träge während Kohlenhydrate Powerbewegungen haben.

Anschließend wurde die Anwendung in Form eines Wizard-of-Oz-Prototyps umgesetzt und getestet. Die Ergebnisse der Pilotstudien zeigten, dass Tanzbewegungen ein positives Lernerlebnis fördern können. Teilnehmer:innen bewerteten den Prototyp als spaßig und kreativ. Die Kombination aus Bewegung und Interface half dabei, erste Assoziationen zu biologischen Prozessen herzustellen.

Mein Beitrag

Ganzheitliche Begleitung

Während des gesamten Entwicklungsprozesses war ich aktiv in alle Projektphasen eingebunden. Gemeinsam mit dem Team entwickelte ich das zugrunde liegende Konzept und entwarf erste Tanzbewegungen, die die Eigenschaften der Nährstoffe sowie deren Verarbeitung im Körper metaphorisch erfahrbar machen. In engem Austausch mit Expert:innen wurden die Bewegungen kontinuierlich überprüft, weiterentwickelt und verfeinert.

Darüber hinaus verantwortete ich wesentliche Teile der visuellen Gestaltung. Ich konzipierte und gestaltete Hintergründe sowie Fahrzeuge, animierte diese und integrierte sie in den interaktiven Prototypen. So trug ich dazu bei, die Lerninhalte nicht nur verständlich, sondern auch spielerisch und ansprechend zu vermitteln. Abschließend begleitete ich die Testphase, moderierte den Austausch mit den Teilnehmenden und brachte die gewonnenen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung des Konzepts ein.

Einblick in den Prototyp